Matthias Blazek: Chronik 75 Jahre Ortsfeuerwehr Pollhagen 1928-2003

Die Ortsfeuerwehr Pollhagen konnte im vergangenen Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feiern. Über ihre Gründung im Jahre 1928 ist Folgendes bekannt.

Am Abend des 12. Februar 1928, einem Sonntag, war es soweit: Die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pollhagen wurde durchgeführt. Im Gasthaus Fritz Bredemeier hatten sich annähernd 100 „Gemeindeeingesessene“ versammelt. Im Verlauf der von Gemeindevorsteher Friedrich Brandt geleiteten Versammlung traten ungefähr 70 bis 80 Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr ein, davon etwa 30 als Aktive.

Die Mitbegründer waren:

Gottlieb Pöhler, Gottlieb Wilkening, Heinrich Bartels, Friedrich Dettmer, Heinrich Brandes, Heinrich Abel, Adolf Pöhler, Ernst Mensching, Heinrich Mensching, Wilhelm Strohmeier, Ernst Daseler, Wilhelm Senne, Heinrich Daseler, Ernst Möller, Friedrich Bruns, Friedrich Abel, Heinrich Kinkeldei, Ernst Besker, Friedrich Bredemeier, Ernst Heine, Friedrich Schommerloh, Wilhelm Wilkening, Ernst Wöbbeking, Friedrich Biesemeier, Friedrich Wilkening, Friedrich Röhrkasse, Heinrich Harmening, Wilhelm Pape, Ernst Abel, Friedrich Diekmann, Friedrich Wilkening, Ernst Dettmer.

Danach wurden in ein oder zwei Wahlgängen schriftlich die einzelnen Funktionsträger gewählt. Der Vorstand setzte sich daraufhin zusammen, wie folgt:

Hauptmann: Gottlieb Pöhler, Nr. 130
Stellvertretender Hauptmann: Gottlieb Wilkening, Nr. 73
Rüstmeister: Heinrich Bartels, Nr. 80
Kassenführer: Friedrich Dettmer, Nr. 124
Schriftführer: Heinrich Brandes, Schule

Anschließend wurden die Steiger-, die Spritzen- und die Absperrabteilung gebildet. Diese wählten dann ihre Führer und Stellvertreter. Auch wurden im weiteren Verlauf der Gründungsversammlung der Monatsbeitrag und die Versäumnisstrafen erhoben.

Zum 75-jährigen Bestehen ist eine Chronik erschienen, die von dem Journalisten Matthias Blazek erstellt worden ist. Blazek hat bereits Feuerwehrchroniken für alle Feuerwehren der Samtgemeinde Sachsenhagen und die Ortsfeuerwehren Rodenberg und Wiedensahl verfasst. In Kürze erscheint sein Buch über die deutschen Feuerwehren in der Zeit des Nationalsozialismus.

Da zum Ende des Zweiten Weltkriegs angeblich alle Unterlagen der Wehr verbrannt worden sind, stützt sich die Pollhäger Feuerwehrgeschichte bis dahin auf jüngere Angaben von Mitbegründern und älteren Mitgliedern. In Anbetracht der weit zurückliegenden Zeit konnten deshalb verschiedentlich keine genauen Daten mehr ausgemacht werden. Einen Schwerpunkt dieses Beitrages werden denn Auszüge aus der Festschrift anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Pollhagen aus dem Jahre 1978 bilden.

Die Feuerwehrchronik hat einen Umfang von 70 Seiten, sie ist frei von Werbung. Zu beziehen ist sie unter der Telefonnummer 05721/2712

Und sie hat die eine oder andere Besonderheit:

•   Man findet einen Abdruck der kompletten Satzungen von 1930.

•   Es gibt einschlägige Druckauszüge aus den reichsweiten Gesetzen von 1933 und 1938.

•   Erstmals liegt eine ausführliche Beschreibung des Minden-Ravensberg-Lippischen Feuerwehr-Verbands vor.

•   Und man findet eine Liste mit den vorgeschlagenen Dienstgradbezeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg (sehr  selten!)

 (zur Verfügung gestellt vom Autor)

 


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