Neues aus der Gemeinde Pollhagen
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Gelesen in SN vom 11.Okt 2008
Weiter Gezerre um Pollhäger DSL-Ausbau Gegenvorschlag zu Vertrag POLLHAGEN. Das Verhandlungs-Gezerre um eine DSL-Netzerweiterung in der Gemeinde Pollhagen geht in die nächste Runde. Politik und Verwaltung sehen sich gezwungen, einen Gegenvorschlag zu einem von der Deutschen Telekom unterbreiteten Kooperationsvertrag zu machen. Das Papier ist aus Sicht der Verantwortlichen bei der Gemeinde nötig geworden, weil der Vertrag des Telefonanbieters inakzeptable Forderungen beinhaltet. Das hat Gemeindedirektor Walter Hartmann erklärt. Gemeinsam mit Bürgermeister Gerd Wischhöfer und dem stellvertretenden Bürgermeister Friedrich Möller sei der Gegenentwurf verfasst worden. Zu den Details können die Pollhäger keine Angaben machen, weil dies Teil der Abmachung zwischen Telekom und Gemeinde ist. Nur so viel: Das Risiko, das der Telekom-Vorschlag für Pollhagen bedeutet hätte, wäre laut Hartmann zu groß gewesen. So erwartet die Gemeinde, dass maximal 150 DSL-Nutzer realistischer weise zusammenkommen werden. Die Telekom rechne jedoch erst bei 240 Anschlüssen mit einer Rentabilität des Ausbaus ohne Zuzahlung der Gemeinde. Außerdem drängen die Pollhäger auf eine längere Dauer der Anschluss-Akquise. Nach einem Jahr - so bisheriger Verhandlungsstand - würde abgerechnet, wie viele Pollhäger einen DSL-Vertrag abgeschlossen haben und somit entschieden, wie hoch die Zuzahlung der Gemeinde ausfällt oder ob darauf verzichtet werden kann. Parallel zu den Verhandlungen mit dem Telekommunikationsriesen laufen nach Worten Hartmanns auch Gespräche mit dem Beckedorfer Funk-DSL-Experten Kurt Sommerhoff und einem Rodenberger Anbieter, der ein DSL-Kabelnetz vertreibt. Auch der Versuch, in Kooperation mit der Nachbargemeinde Nordsehl mehr DSL-Interessenten zusammenzubekommen, ist nicht begraben. Offizielle Verhandlungen der politischen Spitzen bei der Kommunen hatte es bisher nicht gegeben, weil die Nordsehler Seite dem Thema DSL wenig Bedeutung beimisst. Bei einer Erhebung vor Jahresfrist war nur eine Handvoll Interessenten an einem neuen DSL-Anschluss erfasst worden. Allerdings drängen DSL-Aktivisten wie der Hesper Günther Stahlhut und der Pollhäger Wilhelm Mensching darauf, diejenigen Nordsehler gezielt anzusprechen, die nur sehr geringe DSL-Bandbreiten im Bereich von 1000 kbit/Sekunde beziehen. Denn bei einem Telekom-Ausbau für Pollhagen könnten in Nordsehl Bandbreiten bis zu 16 000 kbit/Sekunde verfügbar sein. Und wer von einem schwachen auf einen komfortableren DSL-Anschluss umsattelt, müsste dann auch in der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Telekom berücksichtigt werden, argumentieren Mensching und Stahlhut. gus
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Gelesen in SN vom 4. Oktober 2008
Erster Schritt zur Solaranlage gemacht Pollhäger Rat gibt grünes Licht für Turnhallendach als Standort / Beteiligt sich die Gemeinde? Die Gemeinde Pollhagen könnte bald Standort einer Bürgersolaranlage sein. Der Rat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Dach der Turnhalle kostenlos für ein solches Projekt zur Verfügung zu stellen. POLLHAGEN. Bürgersolaranlagen gibt es bereits in Rodenberg, Rinteln und Auhagen. Auch in Bad Nenndorf ist über das Thema diskutiert worden. Nun hat die Gemeinde Pollhagen die Fühler ausgestreckt, um ein derartiges Projekt auf die Beine - genauer gesagt aufs Dach - zu stellen. Die Ratspolitiker ließen sich im Vorfeld von Solarberater Horst Roch, der die Rodenberger Bürgersolaranlage auf den Weg gebracht hat, darüber informieren, wie vorzugehen ist. Ein Weg wäre, dass Pollhäger Bürger eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gründen und die Anlage autark betreiben. Finanziert würde das Unterfangen dann von den GbR-Beteiligten, die jeweils eine bestimmte Einlagesumme in einen Topf einzahlen. Der gewonnene Strom wird ins Netz der e.on WestfalenWeser eingespeist. Profitieren würden die Beteiligten über die Rendite, die sie auf ihren eingezahlten Betrag beziehen. Laut Roch liegt diese zwischen drei und fünf Prozent. Im Hinblick auf den wankenden Aktienmarkt eine stabile und rentable Anlagevariante, meint der Solarberater. Dieser ist übrigens nicht zwangsläufig an dem Pollhäger Projekt beteiligt. Sein Vorstoß ist ehrenamtlicher Natur. Allerdings, so Roch, würde er sich nicht dagegen verschließen, als Solarberater für die neue Anlage tätig zu werden. Eine andere Möglichkeit, das Projekt anzuschieben wäre, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu gründen, innerhalb der die Gemeinde die treibende Kraft wäre. Dann wäre aber auch eine Kapitaleinlage der Kommune vonnöten. Welches der beiden Modelle gewählt wird, ist noch offen. Allerdings deutet vieles auf eine GbR, also einen Bürgerbetrieb in Eigenregie, hin. Laut Roch wäre dies der Weg des geringsten Aufwands, weil wenig "Papierkram" zu erledigen sei. Dies würde auch deshalb gewährleistet, weil eine Mindestbeteiligung und eine Höchstgrenze festgeschrieben werden. Die Untergrenze - 2500 Euro pro beteiligtem Bürger - garantiert, dass nicht zu viele Einzelpersonen involviert sind, allerdings trotzdem Platz für eine erkleckliche Zahl bleibt. Denn 80 000 bis 100 000 Euro sollte das gesamte Einlagekapital schon betragen. Sonst lohne sich der Aufwand nicht. Laut Bürgermeister Gerd Wischhöfer sind bereits drei Pollhäger gefunden worden, die das Projekt Bürgersolaranlage federführend begleiten wollen. Bald soll zu einer Bürgerversammlung eingeladen werden, um weitere Einzelheiten zu erläutern und das Beteiligungs-Potenzial unter den Pollhäger Bürgern zu ermitteln. Roch sieht den Ratsbeschluss, das Turnhallendach einer möglichen GbR ohne jährliche Pacht zur Verfügung zu stellen, als positives Signal. In Bad Nenndorf war die Debatte wegen dieses Punktes kompliziert verlaufen und vorerst gescheitert. Die Pollhäger Turnhalle bietet laut Roch "phantastische Möglichkeiten". Bevor endgültig grünes Licht gegeben wird, muss aber noch eine Statik-Prüfung vollzogen werden. gus
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- Juli 2008 |
| - Bericht in der SN am 23.07.08 |
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- Juli 2008 |
| - Bericht in der SN am 22.07.08 |
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- Juni 2008 |
| - Bericht in der SN am 13.06.08 |
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Mai 2008 |
| - Bericht in der SN am 30.5.08 |
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- Bericht in der SN am 31.5.08 |
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| - Kommentar in der SN am 31.5.08 |
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